Classroomscreen

Mit Classroomscreen kann ein (Hochschul-)Lehrer interaktive Tafelbilder (sog. Sreen Decks) erzeugen, die er dann über einen Beamer an die Wand projiziert. Für die Erstellung eines solchen Tafelbilds stehen dem Lehrer dabei zahlreiche Widgets (Mini-Werkzeuge) zur Verfügung, mit denen er den Unterricht bzw. den Ablauf einer Lehrveranstaltungseinheit visuell unterstützen kann.

LINK: https://classroomscreen.com

Man kann nach dem Anlegen eines Accounts entweder mit einem leeren Screen Deck oder mit einer der zahlreichen vorbefüllten Vorlagen starten. Ein Screen Deck kann dabei aus mehreren Seiten bzw. Screens bestehen und wie ein Whiteboard frei bemalt oder mit Objekten (Kreis, Rechteck, Pfeil, Linie) befüllt werden.

Beginnt man mit einem leeren Screen Deck, kann man zunächst einen Hintergrund (z.B. punktiert, liniert, Farbe, Bild) auswählen. Nun kann man dem Screen Deck beispielsweise eine Umfrage hinzufügen, an der die Studierenden über einen Link samt Code teilnehmen können. Weiters können dem Screen Deck Bilder, PDF-Dokumente, Textfelder oder Websites hinzugefügt werden. Einen echten Mehrwert erzeugen jedoch andere Widgets. So kann man beispielsweise eine (globale oder lokale) Liste mit den Namen der Studierenden erstellen und aus dieser Liste dann – z.B. zwecks Präsentation einer Ausarbeitung oder Beantwortung einer Frage – einen Namen nach dem Zufallsprinzip auswählen lassen. Auch eine Agenda mit den an einem Präsenztermin geplanten Aktivitäten (inkl. Uhrzeiten) kann dem Screen Deck im Handumdrehen hinzugefügt werden. Weitere interessante Widgets sind etwa ein Lautstärkenmesser, der ab einem einstellbaren Geräuschpegel im Hörsaal läutet, ein Timer für die das Setzen von Zeitlimits bei studentischen Aktivitäten oder ein Tool zur Gruppeneinteilung auf Basis einer (globalen oder lokalen) Namensliste.

Seine Screen Decks kann man übersichtlich in Ordnern aufbewahren. Wobei man die Ordner nicht nur benennen, sondern auch unterschiedlich einfärben kann.

Classroomscreen bietet einen kostenlosen Basic-Tarif sowie eine Pro-Version für rd. EUR 30 pro Jahr an.

Die Nutzung von Classroomscreen könnte einfacher nicht sein. Dennoch gibt es eine Hilfe-Seite mit Lernvideos zu den verschiedenen Funktionen der App. Auch auf Youtube gibt es einige gute Videotutorials zu Classroomscreen.

Classroomscreen ist eine sehr einfache Möglichkeit zur digitalen Unterstützung des Hörsaalunterrichts. Die Kosten für die Pro-Version halten sich in Grenzen und zahlen sich jedenfalls aus.

Es zahlt sich jedenfalls aus, Classroomscreen in der kostenlosen Version auszuprobieren.

Viel Spaß mit Classroomscreen wünscht

Thomas Wala

Geogebra

Geogebra ist eine frei zugängliche und kostenlose Sammlung interaktiver Unterrichts- bzw. Lernmaterialien für die zentralen Themenbereiche der Mathematik (z.B. Algebra, Geometrie etc.).

LINK: https://www.geogebra.org/

Nachdem man einen Account angelegt hat, kann das Lernen auch schon beginnen. Die von einer weltweiten Community zur Verfügung stehenden Materialien sind nicht nur nach Themen, sondern auch nach Schulstufen geordnet.

Aktivierte Lernaktivitäten, auf die man später wieder zurückgreifen möchte, lassen sich als Favoriten markieren.

Als Lehrer kann man eine Lernaktivität mit Geogebra Classroom mit seinen Schülern teilen. Anschließend kann man dann den Fortschritt der Schüler bei der Bearbeitung der Aktivität monitoren.

Weiters stellt Geogebra verschiedene Applikationen für einen explorativen Mathematik-Unterricht zur Verfügung. So lassen sich beispielsweise mit dem Grafikrechner geometrische Figuren (z.B. Linien, Kreise, Vielecke etc.) konstruieren und in Bezug auf Lage, Umfang oder Flächeninhalt auswerten.

Auf Youtube gibt es einige Tutorials, in denen die verschiedenen Funktionalitäten von Geogebra näher vorgestellt werden.

Geogebra eignet sich v.a. für den Mathematik-Unterricht auf Sekundarebene. Die interaktive und spielerische Vermittlung und Anwendung mathematischer Kompetenzen zeigt auf, dass Mathematik-Unterricht nicht trocken und langweilig, sondern auch spannend und sogar lustig sein kann.

Viel Spaß beim Ausprobieren von Geogebra wünscht

Thomas Wala

NotebookLM

Mit Google´s Notebook LM kann man rasch umfangreiche Wissensspeicher in Form sog. Notebooks anlegen.

LINK: https://notebooklm.google/

Gleich bei der Erstellung eines neuen Notebooks kann man damit beginnen, diesem bis zu 50 Wissensquellen hinzuzufügen. Bei diesen Quellen kann es sich um PDFs, Websites, Texte, Videos oder Audiodateien handeln. Es können auch Notizen direkt in NotebookLM erstellt und als Quelle festgelegt werden. Bei der Quellensuche zu bestimmten Themen kann man sich auch von der KI inspirieren lassen.

Sobald man alle Quellen hinzugefügt hat, kann man im Chatfenster Fragen an die KI richten, welche dann sofort auf Basis der Quelleninhalte beantwortet werden.

Sowohl für Vortragende als auch für Lernende sind die weiteren Funktionen, die NotebookLM zur Verfügung stellt, sehr interessant. So kann man sich von der KI beispielsweise schriftliche Zusammenfassungen, Testfragen, Mindmaps, Podcasts oder auch Lernvideos zu bestimmten Themen erstellen lassen. Dabei können Sprache und Länge des zu erstellenden Materials eingestellt werden.

Beispielvideo: http://bit.ly/3IsIsvJ

Die Notebooks als auch die damit erstellten Materialien können dann auch per Internet-Link mit anderen Personen geteilt werden.

In den allermeisten Fällen wird man mit der kostenlosen Basisversion von NotebookLM das Auslangen finden.

Die Arbeit mit mit NotebookLM ist denkbar einfach. Dennoch gibt es auf Youtube einige hervorragende Videotutorials, die in sämtliche Funktionen dieser Software einführen.

NotebookLM ist es jedenfalls wert ausprobiert zu werden. Vortragende und Studierende werden überrascht sein, wie kompetent und unterhaltsam die KI-Moderatoren die hochgeladenen Wissensinhalte in Texten, Podcasts oder Videos erklären oder zusammenfassen.

Viel Spaß mit NotebookLM wünscht

Thomas Wala

AhaSlides

AhaSlides ist eine Webapplikation, mit der man schnell und unkompliziert interaktive Präsentationen erstellen kann.

LINK: https://presenter.ahaslides.com/

Nachdem man einen kostenlosen Account eingerichtet hat kann es gleich mit der Erstellung einer neuen Präsentation losgehen. Gegebenenfalls kann man auch eine bestehende PPT- oder PDF-Datei in AhaSlides importieren.

Der neuen Präsentation kann man dann verschiedene Slides hinzufügen. So gibt es Slides für Texte, Listen, Bilder, Wortwolken, Umfragen, Zufallsrad, Multiple Choice-Fragen, offene Fragen etc.

Allen Slides können weiters Emojis und verschiedene weitere Elemente (Kreise, Rechtecke, Striche, Pfeile etc.) hinzugefügt werden. Alle Elemente können beliebig verschoben, gedreht, vergrößert und mit einer Animation versehen werden.

Die Inhalte der Präsentation erstellt man entweder selbst oder aber man lässt diese vom AI-Assistenten erstellen.

Was die optische Gestaltung der Slides betrifft kann zwischen verschiedenen Templates ausgewählt werden.

Alle Änderungen an der Präsentation werden automatisch gespeichert. Die fertige Präsentation kann dann in einer Vorschau getestet werden.

Wenn alles passt, wechselt man in den Präsentationsmodus. Dabei kann man einen QR-Code einblenden, mit dem sich die Studierenden der Präsentation beitreten und an deren interaktiven Elementen (z.B. Umfragen, offene Fragen etc.) teilnehmen können. Die Umfrage- und sonstige Ergebnisse können dann entweder beibehalten oder gelöscht werden. Schließlich können beigetretene Teilnehmer laufend mit Likes, Herzen oder Smileys auf die Präsentation reagieren.

Beim kostenlosen Plan ist man auf 50 Teilnehmer begrenzt. Bei einer Essential-Lizenz kann man 100 Teilnehmer haben und hat außerdem Zugriff auf diverse weitere Features (z.B. Ablage von Präsentationen in Ordnern, Hintergrundfarbe von Slides ändern etc.).

Über die Hilfefunktion kann man sich zu allen Slide-Typen entsprechende Videotutorials ansehen.

AhaSlides ist eine wunderbares Tool für interaktive Präsentationen. Ein Testen der kostenfreien Basisversion zahlt sich jedenfalls aus.

Viel Spaß mit AhaSlides wünscht

Thomas Wala

Wick Editor

Mit dem kostenlosen Wick Editor lassen sich um Handumdrehen einfache Animationsclips erstellen, die man in der Folge als GIF oder MP4 exportieren kann.

LINK: https://www.wickeditor.com/

Eine Leinwand ist in beliebig viele Frames unterteilt, deren Inhalte in einer wählbaren Geschwindigkeit (z.B. 12 Frames pro Sekunde etc.) nacheinander abgespielt werden. Auf den Frames einer Leinwand werden dann jeweils leicht versetzte bzw. modifizierte Objekte (z.B. Strichmännchen, Ball etc.) eingefügt bzw. gemalt, wodurch sich die Objekte beim raschen Abspielen der Frames in der gewünschten Weise bewegen. Es können beliebig viele Leinwände erstellt und benannt werden, wobei die Objekte der obersten Leinwand die Objekte der darunter liegenden Leinwände verdecken.

Objekte können auch durch Tweens animiert werden. Dabei wird ein Objekt an verschiedenen Punkten der Zeitleiste verändert (z.B. versetzt, vergrößert, gedreht etc.) und die App übernimmt die kontinuierliche Anpassung des Objekts zwischen den einzelnen Punkten.

Es können auch eigene Bilder und Soundeffekte in die Clips integriert werden.

Hier ein ganz einfaches Beispiel für einen selbst erstellten Clips („Der Wurm“).

Schließlich können die Objekte durch kleine Skripte auch interaktiv gemacht werden. Beispielsweise kann festgelegt werden, dass bei Erreichen eines Frames der Clip gestoppt wird und es erst beim Mausklick auf ein Objekt fortgesetzt wird.

Um alle Funktionalitäten von Wick Editor zu entdecken, empfiehlt sich die Ansicht der YouTube-Videotutorials von Luca Damasco, einem der Entwickler von Wick Editor.

Viel Spaß bei der Erstellung lustiger – und ev. auch informativer?! – Clips mit dem Wick Editor wünscht

Thomas Wala